Neue Suchlogik: Microsoft Teams respektiert zukünftig Attribute zum Verbergen von Benutzern

Neue Suchlogik: Microsoft Teams respektiert zukünftig Attribute zum Verbergen von Benutzern
© Microsoft (Teams)

Îm Oktober 2025 wird das Suchverhalten in Microsoft Teams verändert. Benutzerattribute wie HiddenFromAddressListsEnabled, msExchangeHiddenFromAddressList und ShowInAddressList werden künftig direkt von Microsoft Teams berücksichtigt, ohne dass dafür eine "Scope Search" (Bereichssuche auf Basis von Adressbuchrichtlinien) erforderlich ist. Das Verhalten wird damit an Microsoft Outlook / Exchange Online angeglichen. Der Rollout startet Anfang Oktober 2025 und soll bis Ende Oktober 2025 abgeschlossen sein (MC1168293).

Wenn die Bereichssuche (SS) bislang ausschließlich dazu diente, Benutzer aus der Teams-Suche auszublenden, kann sie nach der Umstellung in vielen Umgebungen deaktiviert werden. Für Information Barriers (IB) bleibt die Bereichssuche weiterhin relevant.

Was ändert sich für Anwender?

  • Bisherige Lage (vereinfacht):
    In Teams erschienen standardmäßig alle Benutzer in den Suchergebnissen, teils sogar unlizenzierte oder Admin-Benutzer. Konsistentes Ausblenden klappte oft nur mit Scope Search (Adressbuchrichtlinien). Das brachte Nebenwirkungen mit sich, z. B. dass Call Queues oder Auto Attendants schwer auffindbar waren, weil sie ebenfalls vom Scope betroffen sein konnten.
  • Nach dieser Änderung:
    Microsoft Teams liest und respektiert künftig die vertrauten Exchange-/Entra-Attribute zum Ausblenden. Gäste mit ShowInAddressList = False tauchen nicht mehr in der Personensuche auf. Die Einstellung wird dadurch dienstübergreifend konsistenter (Microsoft Outlook/Exchange Online/Microsoft Teams).

Wie sollte nun vorgegangen werden?

  1. Im ersten Schritt sollten Administratoren prüfen, wo und zu welchem Zweck Scope Search derzeit eingesetzt wird. Entscheidend ist dabei, ob sie ausschließlich dazu dient, Benutzer in der Microsoft Teams-Suche auszublenden oder ob sie auch für Information Barriers (IB) benötigt wird.
    • Nur zum Ausblenden genutzt: In diesem Fall kann die Deaktivierung der Scope Search vorbereitet werden, da Microsoft Teams künftig die versteckten Benutzerattribute direkt berücksichtigt.
    • Für Information Barriers erforderlich: Dann sollte Scope Search weiterhin aktiv bleiben, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass die relevanten Attribute korrekt gepflegt sind.
  1. Damit Microsoft Teams Benutzer künftig zuverlässig ausblendet, müssen die entsprechenden Attribute richtig konfiguriert sein:
    1. Cloud / Exchange Online: Für Postfächer, MailUser oder Gruppen kann das Attribut HiddenFromAddressListsEnabled per PowerShell gesetzt werden.
    2. Hybrid / On-Premises: Hier wird das Attribut msExchangeHiddenFromAddressList im lokalen Active Directory gepflegt und über AAD Connect (Microsoft Entra Connect) synchronisiert.
    3. Gäste: Die Sichtbarkeit lässt sich über ShowInAddressList steuern (True = sichtbar, False = ausgeblendet).

Weiterlesen

Microsoft 365: 90‑Tage‑Kulanzphase wird durch kostenpflichtige Extended Service Terms ersetzt

Microsoft 365: 90‑Tage‑Kulanzphase wird durch kostenpflichtige Extended Service Terms ersetzt

Microsoft stellt das Lizenz- und Abonnementmodell für Cloud-Dienste (Microsoft Online Services) in mehreren Punkten um. Eine zentrale Änderung betrifft das Ende der kostenlosen 90‑Tage‑Kulanzphase für abgelaufene Subscriptions. An ihre Stelle tritt eine neue, kostenpflichtige Option die Extended Service Terms (EST). Die Neuerung betrifft alle Organisationen, die Microsoft‑Cloud-Lizenzen

Von Yannic Röcken
Passwortlos in die Zukunft: Indeno wird Swissbit Platinum-Reseller

Passwortlos in die Zukunft: Indeno wird Swissbit Platinum-Reseller

Passwortbasierte Authentifizierungsverfahren stoßen in modernen IT-Umgebungen zunehmend an ihre Grenzen. Angesichts steigender Bedrohungen durch Phishing, Credential Stuffing und Identitätsdiebstahl setzen immer mehr Unternehmen auf passwortlose Anmeldeverfahren, um sowohl das Sicherheitsniveau als auch die Benutzerfreundlichkeit nachhaltig zu verbessern. Vor diesem Hintergrund vertiefen wir die Zusammenarbeit mit Swissbit. Indeno ist ab sofort

Von Indeno GmbH